Der 3. C100 StundenRundenLauf 2026 brachte wieder viele (persönliche) Rekorde

Von Dirk Misselhorn: Das Wochenende war intensiv, hat sehr viel Spaß gemacht und viele Erfolge gebracht, große und besonders große. So gab es wieder viele persönliche Rekorde in puncto maximal gelaufener Distanzen und das Erkennen, zu was der eigene Körper so fähig ist. Und das ist es ja, worum es uns, dem Orgateam der StundenRunden vom TSV Bergen Trailrunning, neben dem sportlichen Miteinander, vor allem geht.

Der Lauf begann am 17. Oktober um 9 Uhr vor dem Bergener Schwimmbad, dass trotz aktueller Umbaumaßnahmen wieder unser Versorgungsstützpunkt sein konnte. Ein riesengroßen Dank der Gemeinde Bergen und insbesondere Wolfgang Geistanger und Thomas Rodler, die das ermöglichten. 

Ab 9 Uhr wurde zu jeder vollen Stunde der Start auf eine neue 6,7km lange Runde durchs Bergener Moos und über den Schellenberg eingeläutet, zu der auch zu jeder Zeit ein Einstieg ins Geschehen möglich war.

Auch diese Mal gab es zahlreiche persönliche Siege und Erfolge schon nach 2 oder 3 Runden (20km oder fast ein Halbmarathon geschafft!), 6 Runden (40,2km – ein Marathon ist genauso gut möglich), oder nach echten Ultra-Distanzen wie 60, 80 oder 100km (15 Runden), und auch überall dazwischen. Einen riesen Glückwunsch an alle, die sich hier ordentlich gefordert haben.

Den 100km-Wettbewerb der Damen entschied Verena Wimmer (Ruhpolding) vor Anna Huber und Isabella Rentschler (Traunstein) für sich.  Oliver Krogloth aus St. Georgen gewann bei den Herren die 100km Distanz, Philipp Harrer vom SC Eisenärzt und Arpad Szabo (Unterföhring) belegten die Plätze 2 und 3.

Und einen riesen Respekt vor den 13 Teilnehmern, die sich und ihren Körpern auch nach Mitternacht keine Ruhe gönnten, und immer wieder auf eine neue Runde aufbrachen. Denn maximal waren 24 Stunden bzw. Runden möglich, die ohne Unterbrechung absolviert werden mussten. Und so endete die letzte dieser Runden auch erst am Sonntag, 18.10. um kurz vor 9 Uhr, nachdem 160km bzw. 100 Meilen zurückgelegt waren.  

Anka Hausmann aus Unterhaching, heuer schon das 3. Mal bei den StundenRunden mit dabei, war die einzige Frau, die auch 2026 wieder erfolgreich die 24 Stunden durchlief und damit die 100 Meilen Wertung unangefochten gewann.

Auch der Sieger der Männer über 160 km (100 Meilen) Robert Wolf aus Dresden war nicht das erste Mal mit dabei. Im Vorjahr beendete er noch auf Platz 2 die volle Distanz, doch wollte er dieses Jahr nichts riskieren, und beendete die letzte 6,7km Runde in lediglich 29:13 Minuten und lief damit die zweitschnellste Runde des Tages, und das mit bereits über 150km in den Beinen.

Der Zweitplatzierte der Gesamtdistanz André Naß (Marquartstein) vom Veranstalter TSV Bergen Trailrunning konnte mit seinen Vereinskollegen Holger Birkicht (21 Runden, 140,7km) und Mathias Thiel (15 Runden, 100,5km) hauchdünn den Teamwettbewerb mit insgesamt 57 Teampunkten gewinnen, denn das „Endlos Trio JAS“ um Anka Hausmann und Jochen Hausmann, der 3. der 100 Meilen-Einzelwertung wurde, zusammen mit Susanne Botschen (München; 8 Runden, 53,6km) brachte es auf 56 Teampunkte. (Anmerkung: Das Reglement gibt vor, dass nur für Runden, die von mindestens 2 Teamteilnehmern gemeinsam gelaufen werden, Teampunkte pro Runde und Läufer vergeben werden.)

Auf Platz 3 der Teamwertung kam ein Architekturbüro aus Trostberg, das insgesamt 2 Dreierteams ins Rennen schickte. Stefan Aitl (Vachendorf; 17 Runden, 113,9km), Andreas Pawlitschko (15 Runden, 100,5km) und Ulrich Hatz (Trostberg; 12 Stunden, 80,4k) brachten es auf insgesamt 42 Teampunkte.

Noch einen weiteren Rekord brachen die Teilnehmern, die so zahlreich mit dabei waren, wie noch nie bisher:
155 aktive angemeldete TeilnehmerInnen, darunter einige der Organisatoren des TSV Bergen Trailrunning und der über 20 Helferinnen und Helfer, die vor oder nach ihrem Einsatz selber mitliefen, wieder die sehr willkommenen Gastläufer der Langlaufjugend des Skiclub Bergen und auch einige nicht angemeldete fröhliche Mitläufer. 

Alle  zusammen brachten viel gute Stimmung, friedlichen und sportlichen Ehrgeiz, viel und beste Laune mit und machten diesen Lauf zu einem erneuten Erfolg. 

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